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Stephan Huber  
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Die Alpen
 
 

Hängender Brunnen / Flughafen München, Terminal A

1992, München

Edelstahl, Glas, Glasmosaik auf zementgebundenen Platten; die Arbeit ist mit Edelstahlseilen von der Decke abgehängt.

"Als ob sie (die Alpen) der Anforderung permanenter Mobilität gehorchten, werden sie dadurch zu transportablen Zeichen, die sich, je nach Bedarf, an verschiedenen Orten einsetzen lassen. Was die Ortserzeugung des hängenden Brunnens anbelangt, weist das Bergmotiv mit Wasserfall auf die Lage des Flughafens am Rande der Alpen. Die topographische Anspielung versucht im Nirwana der Ortlosigkeit, das besonders auf Flugplätzen herrscht, eine sinnfällige Orientierung zu stiften. Die Berggipfel bleiben zwar Bild, doch unterscheidet sich dessen Sinnfälligkeit von den abstrakten Zeichen, von den Buchstaben und Zahlen, die den Reisenden durch das Flughafengebäude leiten.

Bild, Relief, Skulptur und Architektur gehen fließend ineinander über. Barocke Kunst entfaltet einen Sog, der den Betrachter ins Spiel mit den Illusionen hineinreißt. Es dominieren die pathetische Zurschaustellung, die Inszenierung, das Theater. Der theatrale Impetus und die Verwischung der Gattungsgrenzen finden sich auch bei Hubers Brunnen. Oder sollte man besser sagen Skulptur? Oder handelt es sich um eine neue Art von Trompe-l'oeil? Ein Bild hängt gewöhnlich an der Wand. Die klassische Skulptur steht im Raum. Brunnen sind meist Skulpturen oder Architekturen. Und nun: ein hängender Brunnen?" (Heinz Schütz, www.stephanhuberkunst.de)