| Beschreibung |
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| Positionsbestimmung (*) der beteiligten Künstler im Kontext der Kunst des 20. Jahrhunderts | |
| Thomas Bechinger | |
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| Die meist kraftvollen Primärfarben, aber auch Mischfarben, monochrom und häufig durchscheinend aufgetragen, lassen die kontrollierte Dynamik der Pinselführung erkennen. Trotz dieser expressiven Aspekte bezieht die Malerei von Thomas Bechinger eine eigenständige Position in der Nähe von Farbfeldmalerei (R. Geiger) bzw. der Farbraummalerei (G. Graubner) und damit der Konkreten Kunst. | |
| Albert Hien | |
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Das künstlerische Werk des documenta-Teilnehmers nimmt eine eigenwillige Position in der Welt der Konzeptkunst ein: auf der einen Seite hintersinnige, dadaistische Ironie valentinesker Prägung, oft am Rande des Absurden, auf der anderen Seite sowohl handwerklich als auch konzeptionell bestechende Präzision und Klarheit. Diese Eigenschaften machen die besondere Qualität des Künstlers aus. |
| Stephan Huber | |
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Stephan Huber verschiebt häufig die Größenverhältnisse seiner Objekte und verändert damit die Proportionen in Objektbeziehung. Er spielt mit den Bezugssystemen seiner plastischen Elemente. Er ordnet sie neu an und widersetzt sich damit beispielsweise den Gesetzmäßigkeiten der Schwerkraft. Er durchbricht und irritiert die Sehgewohnheiten situativer (Shining II) und funktionaler Zusammenhänge (Landkarten). Seine konzeptionelle Kunst bedient sich der Stilmittel des Surrealismus (R. Magritte) und des Magischen Realismus (Balthus, C. Escher). |
| Hans Kotter | |
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| Durch seine organischen Farbverläufe, denen er in Leuchtkästen eine besondere Dynamik verleiht, oder durch seine mit flüssigem Silikon gefüllten Objektkästen, mit denen er Gravitationsphänomene thematisiert, weist sich Hans Kotter als Vertreter der konkreten Kunst aus. Dabei bewegt er sich zwischen einer formal strengen, kognitiv strukturierten Bildsprache einerseits und scheinbar zufallsgenerierten, chaotisch anmutenden Farbexperimenten andererseits. | |
| M+M | |
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| Mixed Media: Fotografie, Film, Video und Performance bezeichnen die Medien, welche M+M bei der Verwirklichung ihrer Kunstprojekte einsetzen. Die Themen und die künstlerische Methodik weisen M+M als Konzeptkünstler aus. Ihre bildhaften Umsetzungen, wie beispielsweise bei "Kurz nach fünf", zeigen in ihrer Ästhetik, die ihre Wirkung aus Farbe und Textur des Bildmaterials bezieht, eine deutliche Nähe zur Konkreten Kunst (R. Opalka, M. Cole) |
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| Beate Passow | |
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| Beate Passow ist eine Konzeptkünstlerin, die sich vorwiegend der Fotografie mit einem dokumentarischen Ansatz bedient, um aktuelle, zeitgeschichtliche Themen aus Politik und Gesellschaft, Kunst und Kultur kritisch aufzugreifen. Damit versteht sie es, die Öffentlichkeit für politische Abläufe und Rituale sowie für deren formale Erscheinungen und Hintergründe zu sensibilisieren. | |
| Bernd Zimmer | |
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| Der heftige Gestus im Farbauftrag, die gesteigerte motorische Dynamik bis hin zur Schüttung sowie die kontrastreiche Verwendung von gesättigten Farben prägen das stilistische Erscheinungsbild der Malerei von Bernd Zimmer. Sie steht dem Expressionistischen nahe. Diesen Eindruck verstärkt seine Thematik, die im Grenzbereich zwischen Gegenständlichkeit (z.B. Landschafts- und Wolkenmotive) und Abstraktion angesiedelt ist. | |
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| (*) Anmerkung: Stilkritik ist eine Form der Modellbildung in der Kunstwissenschaft. Modelle sind vereinfachte und vereinfachende Abbilder der Wirklichkeit. Sie bezahlen ihre Anschaulichkeit mit Ungenauigkeit. Als erste Orientierungshilfe bei einer Standortbestimmung von Künstler und Werk sind sie jedoch sinnvoll. Sie ersetzen jedoch nie die persönliche Begegnung und Beschäftigung mit Künstler und Werk. | |
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